
Sabrina Plötzing
Fachärztin Gynäkologie
Die gebürtige Oberhausenerin Sabrina Plötzling besuchte in ihrer Heimatstadt das Elsa-Brändström-Gymnasium. Dass die Lieblingsfächer Bio und Mathe waren, wundert nicht wirklich, dass sie bereits in der 11 Klasse freiwillige Praktika im Clemenskrankenhaus und im Mülheimer Marienhospital machte schon eher. Kein Zwang, keine Vorgaben. Sabrina Plötzing interessierte sich einfach früh für die Welt der Medizin und wollte ihrer Idee auf den Grund gehen. Fantasie oder echter Wunsch? Es wurde eine berufliche Leidenschaft. Also besuchte sie mehrere Tage die Anästhesie, war bei Operationen dabei. Der Wunsch festigte sich und mündete nach dem Abi im Medizinstudium am Universitätsklinikum in Essen. Damit war sie das erste Kind der handwerklich orientierten Familie, das eine Uni besuchte. Ihr damaliges Ziel: Anästhesistin – Narkoseärztin. Sie ist nicht die erste, die im Studium plötzlich einen anderen Schwerpunkt für sich entdeckt, und so schwenkte sie um auf die Gynäkologie, die sie auch heute in der STEG begleitet. Dazwischen gab es allerdings noch ein paar beeindruckende Zwischenstationen.
Aus einer guten Studentin erwuchs ein Praktisches Jahr (PJ), das sie in den Sana Kliniken in Duisburg absolvierte. „Ich durfte in dieser Zeit bereits richtig mitmachen und sogar Geburtsverletzungen nähen. Man hat mir dort viel gezeigt und ich fand das wirklich total spannend.“ Dem Klinikum war schnell klar, dass sie Sabrina Plötzing sofort nach dem Studium einstellen wollen. Die guten Leute hält man gerne fest. Also startete sie nach dem erfolgreichen Studium in Regelstudienzeit in Duisburg durch und arbeitet dort schließlich sechseinhalb Jahre – von der Assistenzärztin bis zur Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Mit dem Wechsel zu den Helios St. Anna-Kliniken in Duisburg war sie zunächst als Fachärztin tätig und wurde schließlich zur Oberärztin ernannt. Brustzentrum inklusive.
Warum dann der Schritt in eine Gemeinschaftspraxis? „Ich habe in den Kliniken wirklich viel gelernt und es hat auch großen Spaß gemacht. Aber zum einen kann sich dort zwischen Patient und Arzt kaum eine Vertrauensbasis aufbauen, weil ich die Patienten nach ihrer Entlassung oftmals nie wieder sehe. Zum anderen sind auch die Arbeitszeiten in der Klinik nicht besonders familienfreundlich, und da ich nun selbst eine kleine Tochter habe, ist die vergleichsweise regelmäßige Arbeitszeit in der STEG schlichtweg eine Wohltat – auch wenn die Tage lang und vielfältig sind.“
Also folgte Sabrina Plötzing der Empfehlung ihres Professors in den Sana Kliniken, der bereits Kontakt zu Heike Kaup hatte, die ihrerseits häufig Patienten zu ihm schickt. Der Bogen war gespannt, die Gespräche zwischen den Akteuren erfolgreich. Seit dem 1.9.2021 ist Sabrina Plötzing nun Mitglied der Gynäkologie innerhalb der STEG.
Seit 2023 ist sie innerhalb der STEG auch für alle Auszubildenden verantwortlich.

Dr. Julia Tackenberg
Fachärztin für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Der berufliche Weg von Dr. Julia Tackenberg führt über Leipzig, Boston, Hessen und schließlich ins Ruhrgebiet. Von 2003 bis 2011 studierte sie Humanmedizin in Leipzig. Für ihre Doktorarbeit arbeitete sie dann 2007 und 2008 am Schepens Eye Research Institute in Boston/USA. Nach dem Examen 2011 startete sie ihre ärztliche Weiterbildung in der Inneren Medizin, zunächst in Friedberg in Hessen, später in Wetzlar.
2016 zog sie nach Nordrhein-Westfalen und traf eine Entscheidung, die ihren weiteren beruflichen Weg bestimmen sollte: Im September begann sie in der STEG ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin. „Ich liebe die Arbeit als Hausärztin. Es ist schön, Patienten und ihre Familien langfristig zu begleiten und ihr Vertrauen zu genießen.“
Gerade diese Kontinuität unterscheidet für sie die Hausarztmedizin von vielen klinischen Bereichen. Beschwerden behandeln, Entwicklungen verfolgen, Menschen über Jahre kennenlernen: Der einzelne Termin steht so selten für sich allein. Und häufig kennt die Hausärztin nicht nur die medizinische Vorgeschichte, sondern auch das familiäre und persönliche Umfeld ihrer Patientinnen und Patienten. Das sind wichtige Teilaspekte in der medizinischen Gesamtbeurteilung.
2020 schloss Julia Tackenberg ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin ab. Doch damit war ihr eigener Ausbildungsweg in der STEG noch nicht beendet, weil – auch durch das Engagement der damaligen Praxisinhaber Michael Etges und Dr. Peter Kaup begründet – die Palliativmedizin stärker in ihren Fokus rückte. 2021 erwarb sie die entsprechende Zusatzbezeichnung und ergänzt seitdem auch in diesem Bereich die medizinischen Kompetenzen der Gemeinschaftspraxis.
Gelernt hat sie in den Anfangsjahren in der STEG nicht nur ein Fach, sondern auch eine besondere Form der Zusammenarbeit. „Ich bin sehr dankbar für die Ausbildung durch Martina Neuber, Michael Etges sowie Heike und Peter Kaup. Sie haben die STEG über viele Jahre geprägt. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen möchte ich diese Werte bewahren und gleichzeitig die Praxis weiterentwickeln.“
Dazu gehört für sie vor allem das große Team. Unterschiedliche ärztliche Erfahrungen treffen in der STEG auf die Kompetenz der Medizinischen Fachangestellten und anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ich empfinde diesen Austausch als sehr wertvoll. Wir können fachliche Fragen miteinander besprechen, finden aber genauso Unterstützung und offene Ohren bei allen anderen Themen.“
Seit 2024 ist Dr. Julia Tackenberg Gesellschafterin der STEG.

Hanan El Mesaoudi
Fachärztin der Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Seit Oktober 2017 gehört Hanan El Mesaoudi zum Praxisteam der STEG und setzt hier ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin fort.
Nach ihrem Abitur entschied sich die gebürtige Wuppertalerin für ein Studium der Medizin in Düsseldorf. Schon als Schülerin begeisterten sie die naturwissenschaftlichen Fächer. Die Medizin kombinierte für sie auf ideale Weise zahllose Komponenten aus Biologie, Chemie und Physik. Nach dem Studium zog es sie 2007 beruflich nach Oberhausen in das St. Marienhospital, wo sie in der Allgemeinchirurgie arbeitete.
2010 wechselte sie schließlich in die Innere Medizin im St. Josef Krankenhaus, wo sie unter Prof. Dr. Claus Niederau arbeitete und so begeistert war, dass sie länger blieb als ursprünglich geplant.
2019 hat Hanan El Mesaoudi ihre Weiterbildung in der Sterkrader Gemeinschaftspraxis abgeschlossen.
Seit dem 1.4.2022 ist Hanan El Mesaoudi Mitgesellschafterin in der STEG und seit 2023 ist sie zudem EDV- und Personalchefin der STEG.
Daniela Hüls
Fachärztin der Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Daniela Hüls absolvierte nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester das Medizinstudium an der Uniklinik in Essen. Im Rahmen eines universitären Blockpraktikums lernte sie bereits 2009 auch die Ärzte der heutigen Sterkrader Gemeinschaftspraxis kennen. Im Dezember 2010 beendete sie dann das Studium erfolgreich und wechselte zum 1. Januar 2011 als Assistenzärztin in die Geriatrie und die Innere des Oberhausener St. Clemens-Hospitals.
2013 ging sie schließlich in den Mutterschutz und entschied sich zugleich, nach der Elternzeit die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren. Mit den positiven Erfahrungen aus dem 2009er Blockseminar nahm die junge Mutter erneut Kontakt zum STEG-Team auf und verstärkte als Assistenzärztin für mehrere Jahre die Gemeinschaftspraxis. Nach dem Mutterschutz zum zweiten Kind ist sie seit 2020 wieder in der STEG tätig.
Nach der erfolgreich absolvierten Prüfung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin im Jahre 2024 und zur Palliativmedizinerin im Jahre 2025, hat Daniela Hüls seit dem 1.7.2025 die Patienten von Herrn Dr. Peter Kaup übernommen, als sich dieser in Praxisrente begeben hat.
Seitdem ist sie Mitinhaberin in der Sterkrader Gemeinschaftspraxis und freut sich noch für lange Zeit, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen und dem tollen STEG-Team, die Patientinnen und Patienten zu begleiten und ärztlich zu versorgen.

Dr. Eva-Maria Ecker
Fachärztin Allgemeinmedizin, in Weiterbildung zur Palliativärztin
Geboren in Heidelberg gings bereits im Alter von zwei Jahren mit der Familie in den Rhein-Sieg-Kreis und schließlich zum Studium nach Essen, wo Dr. Eva-Maria Ecker (33) auch bis heute lebt. Das könnte die maximale Kurz-Vita sein, und natürlich hält die Zeit eine gute Dosis Geschichten parat, die den reinen Wohnort um das wirkliche Leben bereichern.
Ihr Freund aus Schulzeiten hatte bereits einen Studienplatz der Medizin in Essen. Also zog Ecker nach, bekam gleichsam einen Platz an eben dieser Uni, und fortan studierte das Paar gemeinsam Medizin. „Ich habe tatsächlich bereits im Grundschulalter in der Jugendgruppe der Malteser begonnen. Das war damals noch viel Spiel und Spaß. Aber je älter ich wurde, umso mehr bin ich dort in die Medizin gerutscht. Das hat mich seit jeher begeistert.“ Es folgte der Schulsanitätsdienst, die Sanitätsbetreuung bei Pferdeturnieren oder bei St. Martinszügen ihrer Heimatstadt, sie machte ein Praktikum im Krankenhaus und dann – immer noch als Schülerin – die Qualifizierung im Abendlehrgang zur Rettungssanitäterin. Und schließlich das Studium.
Später erhielt sie dann ein Stipendium für ein Freisemester, um an Leberzellen den Einfluss von Hepatitis C-Viren zu erforschen. Diese Arbeit formte schließlich den Doktor vor ihrem Namen und legte zugleich den zögerlichen Grundstein für die Überlegung, vielleicht ein forschende Hochschulkarriere anzustreben. Doch die Lust an der Praxis gab schließlich den Weg für die klinische Laufbahn frei, der primär den Kontakt mit den Patient:innen ermöglicht.
2015 war sie dann in Vollzeit als Assistenzärztin in der Inneren des Prosperhospitals Recklinghausen. Und dann bekam sie ihre beiden Kinder. Die Schwangerschaft und das junge Mutterglück sorgte naturgemäß für eine Pause und ließ dann zunächst nur eine weitergehende Teilzeit zu.
In der STEG sammelt sie nun seit dem 1.4.2022 die noch fehlenden Punkte und praktischen Untersuchungen bis zur Facharztprüfung zur Internistin. Drei Jahre bleibt Dr. Eva-Maria Ecker nun bei uns in der Gemeinschaftspraxis. „Ich bin ja erst ein paar Tage hier, wurde aber vom Team total nett begrüßt und habe nun auch Zeit, den Praxisbetrieb kennen zu lernen: die Strukturen, die Software, die Technik. Und alles was ich bisher hier erlebe, ist wirklich klasse.“
Von der Notaufnahme im Krankenhaus ins Sprechzimmer einer Gemeinschaftspraxis. Die Unterschiede scheinen groß. Und tatsächlich ist die Frequenz der Patientenkontakte in der Praxis deutlich höher als in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Auch pendelt sie in der STEG lebhaft zwischen den Behandlungszimmern hin und her. Nicht zuletzt ist die Bandbreite der medizinischen Themen in der Praxis größer.

Matthias Dachwitz
Facharzt Allgemeinmedizin
Der gebürtige Oberhausener hat nach dem Abitur zunächst den Zivildienst und danach eine Ausbildung zum Krankenpfleger im EKO absolviert. Ein Beruf, in dem er nach dem Abschluss der Ausbildung noch zwei Jahre arbeitete, bevor er in Essen Medizin studierte. Studienbegleitend war er in all den Jahren weiterhin im EKO tätig und ging dann für das sogenannte Praktische Jahr (PJ) für vier Monate in die STEG. „Und ich fand das damals so gut hier, dass ich mir nach meinem Einblick gedacht habe, dass wir in Kontakt bleiben müssen. Genau diesen Kontakt habe ich nach den Jahren wieder reaktiviert – und nun bin ich wieder hier“, ergänzt Dachwitz.
Nach dem Praktischen Jahr folgten die nächsten Schritte auf dem Weg zum Facharzt: die Approbation, der Einstieg als Assistenzarzt und die klinischen Jahre, die das theorielastige Medizinstudium in die praktische Arbeit überführen. Gemeinsam mit seiner Frau – die ebenfalls Medizin studierte – zog er nach Magdeburg. Während sie ihr Studium fortsetzte, arbeitete er dort drei Jahre im Krankenhaus: in der Kardiologie und in einer Lungenfachklinik, außerdem in der Chirurgie und Dermatologie.
Und nun ist er wieder dort, wo seine medizinische Idee begann: in Oberhausen. „Ich wusste schon früh im Studium, dass ich in die Allgemeinmedizin will. So spannend der klinische Bereich ist – hier ist das Spektrum breiter, der Kontakt näher, der Einblick in die Persönlichkeiten tiefer. Das macht mir einfach mehr Spaß.“
Nach bestandener Facharztprüfung im Januar 2026 erfolgte zum 01.04.2026 der Praxiseinstieg als Nachfolger von Frau Neuber. Er freut sich, nun ein fester Teil des STEG-Teams zu sein und die medizinische Versorgung in Oberhausen langfristig mitzugestalten.

Dr. Tobias Ocklenburg
Assistenzarzt in Weiterbildung, Allgemeinmedizin
Tobias Ocklenburg ist in Oberhausen geboren und in Mülheim aufgewachsen. Nach einem erstklassigen Abitur entschied er sich für ein Medizinstudium an der Universität Essen. "In meiner Familie gibt es keine Mediziner, aber durch Freunde und deren Eltern kam ich mit dem Beruf früh in Berührung. Und spätestens in der Oberstufe wurde mir dann klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte – also habe ich mich für die Medizin entschieden," berichtet Ocklenburg.
Seine akademische Ausbildung schloss er mit einer Promotion (Doktorarbeit) parallel zum Studium ab. Zog es ihn zunächst noch in die Anästhesie am Universitätsklinikum Essen, merkte er doch bald, dass er langfristig nicht im Krankenhaus arbeiten möchte. So wechselte er in die Innere Medizin, wo er drei Jahre am Evangelischen Krankenhaus Oberhausen EKO und am Clemens-Krankenhaus arbeitete.
Mit der Erfahrung aus der Inneren Medizin entschied er sich schließlich für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Diese umfasst insgesamt fünf Jahre, von denen mindestens zwei Jahre in einer Praxis abgeleistet werden müssen. Es ist genau die Zeit, die er nun bei uns in der STEG ist. "Der Beruf des Hausarztes ist enorm vielseitig und anspruchsvoll. Man sieht Patienten aus allen Fachrichtungen und muss schnell einschätzen können, ob es sich beispielsweise um eine harmlose Erkrankung handelt oder ob eine ernsthafte Abklärung nötig ist," erklärt er. In der STEG betreut er nun vor allem Patient:innen in der Infektsprechstunde, führt Hausbesuche durch und übernimmt Vorsorgeuntersuchungen.
Und nun? Wie ist es in der STEG? "Das Team hier ist wirklich toll, ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Es fühlt sich an, als ob ich schon lange dazugehöre." Patienten müssen sich also nicht wundern, wenn sie bei einem Besuch in der STEG auf einen neuen Arzt treffen. Wie es nach den zwei Jahren weitergeht, ist für ihn noch offen. Er möchte auf jeden Fall gerne langfristig in einer Niederlassung arbeiten. Ob das hier sein wird oder woanders, wird sich zeigen.

Maryam Rahimi-Shoorabi
Assistenzärztin in Weiterbildung, Allgemeinmedizin
Der Weg von Maryam Rahimi-Shoorabi in die STEG ist etwas länger als bei den meisten unserer Ärztinnen und Ärzte. Rund 4.500 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Mashhad im Nordosten des Iran, wo die heute 34-Jährige aufgewachsen ist, und Oberhausen. Dazwischen: sieben Jahre Medizinstudium in Gorgan, drei Jahre als Allgemeinmedizinerin in der Heimatregion und schließlich der Neustart in Deutschland. Seit dem 1. Mai 2026 gehört sie als Assistenzärztin zum Team der STEG.
Dass sie einmal Ärztin werden würde, stand zunächst keineswegs fest. „Eigentlich wollte ich als Schülerin Ingenieurin werden. Auch Architektur fand ich interessant“, erzählt sie. Doch die Medizin rückte immer stärker in den Mittelpunkt – vor allem die Möglichkeit, Menschen körperlich wie persönlich unmittelbar zu unterstützen.
Für das Studium verließ Rahimi-Shoorabi Mashhad und zog rund 500 Kilometer weiter westlich nach Gorgan, unweit des Kaspischen Meeres. Sieben Jahre studierte sie dort Medizin. Danach ging es zurück in ihre Heimatregion. Etwa drei Jahre arbeitete sie in einem Dorf in der Nähe ihrer Heimat als Allgemeinmedizinerin. „Ich war dort die einzige Ärztin vor Ort.“ Sie behandelte akute und chronische Erkrankungen und kümmerte sich auch um Schwangere. Eine breite medizinische Erfahrung, von der sie bis heute profitiert.
Anfang 2024 begann für Rahimi-Shoorabi ein neuer Abschnitt. Gemeinsam mit ihrem Mann, ebenfalls Arzt, kam sie nach Deutschland. Kollegen aus dem Iran hatten bereits von ihren Erfahrungen hier berichtet. Hinzu kam die Aussicht, den Arztberuf unter anderen Rahmenbedingungen ausüben zu können. Rahimi-Shoorabi arbeitete gerne im Iran, empfand Wertschätzung und wirtschaftliche Bedingungen für Ärztinnen und Ärzte dort jedoch als schwierig.
In Deutschland musste sie dann zunächst wieder lernen, denn medizinisches Wissen allein reicht für die ärztliche Tätigkeit nicht aus. Rahimi-Shoorabi absolvierte in Hamburg unter anderem die medizinische Fachsprachprüfung und die notwendigen Schritte zur Anerkennung ihrer Qualifikation.
Seit Mai setzt sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin in unserer STEG fort. „Medizinisch sind die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran kleiner, als man vermuten könnten“, erklärt sie. Und doch: Medikamente und einzelne Behandlungsmethoden unterscheiden sich, ebenso die Fachliteratur: Während sich die Medizin im Iran stärker an amerikanischen Lehrbüchern orientiere, gelten in Deutschland teilweise andere Standardwerke und Vorgaben. Die medizinischen Grundlagen aber seien natürlich vergleichbar.


