Der Weg von Maryam Rahimi-Shoorabi in die STEG ist etwas länger als bei den meisten unserer Ärztinnen und Ärzte. Rund 4.500 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Mashhad im Nordosten des Iran, wo die heute 34-Jährige aufgewachsen ist, und Oberhausen. Dazwischen: sieben Jahre Medizinstudium in Gorgan, drei Jahre als Allgemeinmedizinerin in der Heimatregion und schließlich der Neustart in Deutschland. Seit dem 1. Mai 2026 gehört sie als Assistenzärztin zum Team der STEG.

Dass sie einmal Ärztin werden würde, stand zunächst keineswegs fest. „Eigentlich wollte ich als Schülerin Ingenieurin werden. Auch Architektur fand ich interessant“, erzählt sie. Doch die Medizin rückte immer stärker in den Mittelpunkt – vor allem die Möglichkeit, Menschen körperlich wie persönlich unmittelbar zu unterstützen.

Für das Studium verließ Rahimi-Shoorabi Mashhad und zog rund 500 Kilometer weiter westlich nach Gorgan, unweit des Kaspischen Meeres. Sieben Jahre studierte sie dort Medizin. Danach ging es zurück in ihre Heimatregion. Etwa drei Jahre arbeitete sie in einem Dorf in der Nähe ihrer Heimat als Allgemeinmedizinerin. „Ich war dort die einzige Ärztin vor Ort.“ Sie behandelte akute und chronische Erkrankungen und kümmerte sich auch um Schwangere. Eine breite medizinische Erfahrung, von der sie bis heute profitiert.

Anfang 2024 begann für Rahimi-Shoorabi ein neuer Abschnitt. Gemeinsam mit ihrem Mann, der ebenfalls Arzt ist, kam sie nach Deutschland. Kollegen aus dem Iran hatten bereits von ihren Erfahrungen hier berichtet. Hinzu kam die Aussicht, den Arztberuf unter anderen Rahmenbedingungen ausüben zu können. Rahimi-Shoorabi hatte ihre Arbeit im Iran gerne gemacht, empfand Wertschätzung und wirtschaftliche Bedingungen für Ärztinnen und Ärzte dort jedoch als schwierig.

In Deutschland hieß es zunächst wieder: lernen. Denn medizinisches Wissen allein reicht für die ärztliche Tätigkeit nicht aus. Rahimi-Shoorabi absolvierte in Hamburg unter anderem die medizinische Fachsprachprüfung und die notwendigen Schritte zur Anerkennung ihrer Qualifikation.

Seit Mai setzt sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin in unserer STEG fort. „Medizinisch sind die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran kleiner, als man vermuten könnten“, erklärt sie. Und doch: Medikamente und einzelne Behandlungsmethoden unterscheiden sich, ebenso die Fachliteratur: Während sich die Medizin im Iran stärker an amerikanischen Lehrbüchern orientiere, gelten in Deutschland teilweise andere Standardwerke und Vorgaben. Die medizinischen Grundlagen aber seien natürlich vergleichbar.

Und der Start in Sterkrade? „Die Mitarbeiterinnen und alle Ärzte sind hier super nett und unterstützen mich jederzeit. Wenn ich Fragen habe, ist immer jemand da.“ Genau so soll es sein. Wir freuen uns, dass Maryam Rahimi-Shoorabi nun bei uns ist.

Herzlich Willkommen in der STEG.